Blutegeltherapie
Der Blutegel (Hirudo medicinalis) leistete bereits in der Antike für die Human- und Veterinärmedizin
wertvolle Dienste.
Der Speichel des Blutegels ist so gehaltvoll wie eine kleine Apotheke, bis zu 40 Wirkstoffe wurden
darin nachgewiesen. Durch den Biss des Egels wird dieser Speichel wie ein Cocktail aus
gerinnungshemmenden, gefäßerweiternden, entkrampfenden, entzündungshemmenden und
schmerzlindernden Wirkstoffen in den Organismus des Patienten abgegeben.
Hauptsächlich werden die Blutegel bei Tieren mit Erkrankungen des Bewegungsapparates eingesetzt.
Eine Blutegelbehandlung ist meist zeitintensiv und bedarf einer gewissen Ruhe für Tier, Tierbesitzer
und Behandler, auch sollte es nicht zu kalt sein.
Es kann im Anschluss an die Behandlung noch mehrere Stunden zu Nachblutungen kommen, dies ist
durchaus erwünscht und darf nicht unterbunden werden.