Stresspunktmassage nach Jack Meagher
Muskelverspannungen / -verklebungen sind in vielen Fällen Auslöser für unklare Bewegungsstörungen
oder Lahmheiten bei Pferden. Durch Fehlbelastung, Trauma oder Minderdurchblutung kommt es zu
erhöhter Kontraktion der Muskelfasern, daraus resultieren Verklebungen und kleinste Krämpfe in der
Muskulatur. Das Pferd versucht, dem Schmerz auszuweichen und geht "spannig" oder vermeidet
bestimmte Bewegungen.
Bereits in den 70er Jahren entwickelte der US-Amerikaner Jack Meagher die sogenannte
Stresspunktmassage. Er fand heraus, dass man solche Muskelverspannungen an den sogenannten
Stresspunkten erkennen und behandeln kann. Diese Stresspunkte sind klar definierte Punkte an der
Muskulatur, nämlich in den meisten Fällen dort, wo die Muskelfasern in Sehnengewebe (Ansatz- bzw.
Ursprungssehne) übergehen. Ins Sehnengewebe eingelagert sind die Golgi-Sehnen-Organe, eine Art
Nervengeflecht, welches in Verbindung mit dem Zentralen Nervensystem steht.
Durch Massage dieser Punkte und den zu der Sehne gehörenden Muskelfasern wird die Durchblutung des
betroffenen Muskels angeregt, der Muskel entspannt und ein Abtransport von eingelagerten
Stoffwechselendprodukten wird in Gang gesetzt.
Moorpackungen unterstützen die Wirkung der Massage und sollten gerade bei Verspannungen im
Rückenbereich vorbereitend eingesetzt werden.
Hierbei werden Einmal-Moorpackungen auf den Pferderücken gelegt und mit Wärmeträgern erwärmt.
Dadurch kommt es zu einer feucht-warmen Wärmeapplikation mit einem langsamen Temperaturanstieg.
Moore sind in der Heilkunde seit Jahrtausenden als Wärmespeicher gekannt, der nur langsam und stetig
steigend Temperatur nach außen abgibt. Weiterhin gelten die im Moor enthaltenen Huminsäuren als
entzündungshemmend und durchblutungsfördernd.